Geschichte SAXBO

Rund um die Sächsisch-Böhmischen Orientierungslauf-Tage ranken sich die unterschiedlichsten Mythen und Geschichten. Das verbindende Element ist seit jeher der Wunsch beim Orientierungslauf in der Region grenzübergreifend und gemeinsam zu agieren.

Schon vor dem ersten Lauf zur SAXBO trafen sich die Orientierungsläufer aus Deutschland und Tschechien zu gemeinsamen Aktivitäten. Bei einem Herbst-OL Anfang der 90iger Jahre bestand das Startgeld noch aus einem hopfenhaltigen Kaltgetränk. Schon damals reisten die Teilnehmer in mehreren Bussen an, um einen Orientierungslauf in der Region zu absolvieren und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Die erste offizielle SAXBO fand im Jahr 1993 statt. Nach einer Idee von Miroslav Horaček bestand das Ziel einen „Lauf ohne Grenzen“ zu organisieren. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung starteten 664 Teilnehmer jeweils einen Tag in Tschechien und in Deutschland.

Im Jahr 1995 gründete sich aus dem Verein Slavia Liberec die OL-Gruppe OK Chrastava aus, welche ab dann zusammen mit den Zittauer Orientierungsläufern die SAXBO ausrichtete. Im ersten gemeinsamen Jahr nutzten die Läufe zahlreiche Nationalläufer aus Dänemark, Ungarn, Polen und Deutschland als direkte Vorbereitung auf die im August in Detmold stattfindende WM. In der Startliste finden sich solche Namen wie Thoresen, Jorgensen, Ropek, Olah, Norgaard, oder Andersen. Es kamen insgesamt 873 Teilnehmer aus 12 Nationen.

1997 gab es dann erstmals eine Sondergenehmigung beider Grenzbehörden, welche eine Anreise der tschechischen Starter in Jonsdorf zu Fuß über die „grüne Grenze“ gestattete. Zu einer Zeit, wo Tschechien noch nicht mal in der EU war, kamen 919 Teilnehmer zur SAXBO.

Im Jahr 2000 waren die Deutschen Meisterschaften Klassikdistanz Teil der Sächsisch-Böhmischen OL-Tage. 970 begeisterte Oler reisten nach Oybin.

2003 gab es mit einem Weltranglistenlauf (1.Etappe SAXBO) einen weiteren großen Höhepunkt. 2004 folgte im Mai im Rahmen der Sächsisch-Böhmischen Orientierungslauftage abermals ein Bundesranglistenlauf.

2006 war es dann erstmals tatsächlich ein grenzüberschreitender Wettkampf. Ausgehend vom Wettkampfzentrum in Lückendorf wurde beim 3-Etappen-OL mehrfach die Grenze passiert. Dazu musste eine Sondergenehmigung bei den Grenzbehörden beider Staaten beantragt werden.

Seitdem gibt es Jahr für Jahr bis zu 1000 Meldungen für die Veranstaltung.

Im Jahr 2019 wurde dann erstmalig auch in der Ergebnisliste die 1000er-Marke gesprengt. Insgesamt 1045 genossen die Wettkämpfe in den Felsgebieten rund um Lückendorf.